Mit diesen überraschend einfachen Methoden kannst du das Loslassen lernen.

​Hast du als Kind mal einen Luftballon geschenkt bekommen? Vielleicht hast du auch die Erfahrung gemacht, dass du ihn in einem sorglosen Moment aus Versehen losgelassen hast und er sich auf Nimmerwiedersehen davon gemacht hat.

Der Schmerz über den Verlust war groß und deine Mutter musste sich wahrscheinlich große Mühe geben, um dich wieder zu beruhigen.

Egal, ob du genau diese oder eine ähnliche Erfahrung gemacht hast, sie zeigt sehr gut den Grund, warum wir instinktiv lieber festhalten. Wir wollen negative Gefühle vermeiden: Verlust, Unglück, Schmerz, Leere,...

​Natürlich könntest du diesen Ballon von damals heute noch haben, wenn du ihn all die Jahre festgehalten hättest.

Aber wie gut würde er heute noch zu dir passen? Wie sähe er aus? Und auf was hättest du verzichten müssen, weil du ihn festgehalten hast?

Loslassen ist auch ein Reinigungsprozess. Es bedeutet Überholtes aufzugeben, sich von belastenden Mustern und Gewohnheiten zu trennen, sich weiterzuentwickeln und Platz für Neues zu schaffen.

Damit ist Loslassen lernen eine Grundvoraussetzung, um Veränderung im Leben zulassen zu können.

Solange du unbewusst an alten Überzeugungen, Denkmustern und unbewältigten Gefühlen festhältst, kannst du dir so viele neue Ziele setzen und positive Absichten formulieren wie du willst, du lässt dich selbst nicht von der Leine.


Was heißt Loslassen?

Wie man einen Ballon loslässt, ist ja ziemlich einleuchtend. Aber was heißt das auf dein heutiges, alltägliches Leben bezogen?

Du hast immer wiederkehrende Gedanken und unbewusst festgehaltene Gefühle, die sich zwar sehr vertraut anfühlen, aber keinen positiven Nutzen mehr für dein Leben haben. Ganz im Gegenteil: Sie rauben dir Energie und sabotieren deinen Wunsch nach Veränderung.   

Sie loszulassen bedeutet, sie aus deinem System zu erlösen, indem du den Kampf mit ihnen und gegen sie aufgibst.

Mach dir das bisher Unbewusste bewusst. Wende dich ihm zu, erkenne es an und fühle es.

Sieh und spüre hin und dann verabschiede alles, was dich zurückhält und keinen Mehrwert mehr für dein heutiges Leben bringt. Verschaffe ihm einen anständigen, liebevollen Abgang.

Dann verwandeln sich die damit verbundenen Energien und können dein System wieder verlassen.


Warum loslassen? Was bringt das?

Stell dir vor, du würdest heute noch den Luftballon an deiner Hand mit dir herumschleppen.

Hast du eine Vorstellung, wie deine Hand jetzt aussähe? Wie gut hättest du in all den Jahren geschlafen? Wie viel Stress und Unruhe hätte das in deinem Leben und in deinem Körper erzeugt?

Auf Dauer führt auch emotionaler Stress zu Belastungen und Ungleichgewichten. Diese erzeugen nicht nur Unzufriedenheit und Unglücklichsein, sondern können sich irgendwann auch in körperlichen Symptomen zeigen.

Je besser du in der Lage bist, dich von mentalen und emotionalen Belastungen, die das Leben mit sich bringt, auch wieder zu befreien, desto mehr innere Ruhe, Gelassenheit und Stärke kannst du gewinnen.

Hinzu kommt, dass vieles von dem, was dich belastet unbewusst festgehalten wird. Zu dieser Ebene hat dein Verstand keinen Zugang.

Dein Unterbewusstsein arbeitet auch nach völlig anderen Kriterien als dein Verstand. Es speichert, verarbeitet und erzeugt in erster Linie Bilder und Gefühle. Um diese Ebene zu erreichen, brauchst du mindestens einen Impuls in Form eines Bildes, eines Klangs, eines Geruchs oder eines Gefühls in deinem Körper.

Zugang zu deinem Unterbewusstsein bekommst du nicht durch Nachdenken und Willenskraft. Dein Verstand ist aber dennoch beteiligt: Er trifft die Absicht, dass du Loslassen lernen möchtest. Damit gibt er den Startschuss. Danach wechselst du auf eine andere Ebene.

Klassischerweise würde man dann in eine Meditation gehen, um den eigenen Geist zur Ruhe zu bringen und mit der Zeit negative Gedanken loslassen zu können. Oder man erreicht diese Ebene, indem man in den eigenen Körper solange hineinfühlt bis sich die entsprechende Energie langsam verändert und man die damit verbunden Gefühle loslassen kann.

4 überraschend einfache Methoden, mit denen du das Loslassen lernen kannst.

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Beide Methoden erfordern eine gewisse Übung und zusätzliche Anleitung oder Begleitung, sind aber sehr wirkungsvoll.

Wenn du dir keinen zu großen Brocken vornimmst, gibt es aber auch einfachere, spielerische Übungen, mit denen du beginnen kannst.


​Wie lasse ich los? Kann man Loslassen lernen?

Das Meiste von dem, was täglich so seine Kreise in deinem Kopf zieht und dich immer wieder runterzieht und negativ ausrichtet, ist dir nicht bewusst.

Und auch nur ein Bruchteil der Gedanken, die wir ständig mit uns herumschleppen ist neu. Der überwiegende Teil ist altes Zeugs, dass wir immer und immer wiederholen oder das mittlerweile sogar fast selbständig gebetsmühlenartig seine Kreise zieht.

Loslassen gelingt dir nicht allein mit dem Verstand. Er kann nur in bereits bekannten Erfahrungen nach einer Lösung suchen, sie einordnen und bewerten.

Wenn du einen neuen Weg suchst, weil du das Problem mit der gewohnten Denkweise nicht lösen kannst, ist er überfordert.

Das Meiste von dem, was täglich so seine Kreise in deinem Kopf zieht und dich immer wieder runterzieht und negativ ausrichtet, ist dir nicht bewusst.

Und auch nur ein Bruchteil der Gedanken, die wir ständig mit uns herumschleppen ist neu. Der überwiegende Teil ist altes Zeugs, dass wir immer und immer wiederholen oder das mittlerweile sogar fast selbständig gebetsmühlenartig seine Kreise zieht.

Loslassen gelingt dir nicht allein mit dem Verstand. Er kann nur in bereits bekannten Erfahrungen nach einer Lösung suchen, sie einordnen und bewerten.

Wenn du einen neuen Weg suchst, weil du das Problem mit der gewohnten Denkweise nicht lösen kannst, ist er überfordert.


​Was du loslassen kannst:

  • ​Selbstvorwürfe
  • Bedauern oder Hader mit einer Entscheidung, die du nicht mehr rückgängig machen kannst
  • selbstgemachten inneren Druck
  • die Illusion, alles im Griff haben und kontrollieren zu müssen
  • Trauer über einen materiellen Verlust
  • den Drang alles selbst machen zu müssen
  • überhöhte Ansprüche an dich selbst und andere
  • Angst vor Fehlern und falschen Entscheidungen
  • Schuldgefühle, z.B. eine Diät nicht durchgehalten zu haben
  • Angst andere zu enttäuschen
  • Glaubenssätze, die dich stressen und durch dein Elternhaus geprägt wurden, wie "Ohne Fleiß, kein Preis."
  • Angst vor Ablehnung
  • negative Selbstgespräche (alle Sätze, die mit "Ich müsste..." oder "Ich sollte..." anfangen)

Das sind nur einige Beispiele als Anregung, mit welcher Art von Themen du anfangen kannst. Du kannst alles loslassen, was dich bedrückt, festhält und blockiert.

Am besten du fängst klein an und wagst dich Schritt für Schritt weiter vor, wenn du Erfolge bemerkst und Sicherheit gewonnen hast.


1 | Stress reduzieren mit der Loslass-App

Die einfachste und unaufwändigste Methode gleich zu Anfang. Das ist eine Art 60 Sekunden Kurzmeditation, mit der du wiederkehrende oder dich kontrollierende, negative Gedanken loslassen kannst, die du längst als unwahr erkannt hast.

Du kannst aber auch dich aktuell belastende Gefühle loslassen. Dabei schreibst du den dazugehörigen Gedanken auf einen Stern und lässt ihn langsam im All verschwinden.

Begleitet wird der Vorgang von entspannender Musik und kleinen Textimpulsen, die helfen, deine eigene Herausforderung in einen größeren Zusammenhang zu setzen.

​Die Texte sind zwar englisch, deine eigenen Gedanken kannst du aber eintragen wie du möchtest.
 
Pixel Thoughts gibt’s auf der Website und als App (Handy darf nicht lautlos gestellt sein und dein Bildschirmschoner sollte nicht schon nach 30 Sekunden angehen ;-)).

Ich fand die Desktopvariante etwas praktikabler, sie sind aber beide kostenlos.


2 | Es ist (k)eine Tätowierung.

Loslassen als Schlüssel zur Veränderung.

​Diese Methode setzt genau auf diesem Gedanken auf. Sie eignet sich aus meiner Sicht am besten, um einen Glaubenssatz oder eine überholte Überzeugung lozulassen.

Schreibe dazu den Satz oder das Wort, dass für dich den alten Zustand symbolisiert, mit Filzstift wie eine Tätowierung auf deinen Arm. Du kannst auch noch ein kleines Symbol dazu malen. Lass dabei ruhig deine Phantasie spielen.

Mach es aber auch hier nicht zu groß. Ein tiefgehendes Thema wie "Ich bin nicht gut genug." ist für diese Methode eher nicht so geeignet, da es wahrscheinlich weiter gefasst ist und über den reinen Glaubenssatz hinausgeht.

Wähle für den Anfang lieber etwas, dass sich als Satz z.B. durch Wiederholung deiner Eltern eingeprägt hat, wie "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen." oder etwas Ähnliches.

Nimm dir jeden Morgen und Abend einen kurzen Moment Zeit, um zu beobachten, wie die Schrift nach dem Duschen undeutlicher wird, bis sie irgendwann ganz verschwunden ist.  

Je kleiner du anfängst, desto eher wirst du Erfolge spüren. Die geben dir dann die Sicherheit, dich weiter vorwagen zu können.


3 | Das Gefühl aus dem Körper streichen.

​Diese Methode eignet sich am besten, wenn du unangenehme Gefühle loslassen möchtest.

Suche dabei das Gefühl in dir. Streiche dann mit der Hand von der Nase über die Stirn, über deinen Kopf - (genau genommen das Kronenchakra, wenn du damit vertraut bist) - bis zum Nacken.

Atme dabei ruhig ein und aus und spüre hinterher in dich hinein, was sich an deinem Gefühl verändert hat.

Am besten funktioniert es, wenn du die Übung im Freien durchführst oder danach raus an die frische Luft gehst und einen kurzen Spaziergang machst. Nach ein paar Minuten kannst du den Unterschied spüren.

Du kannst daraus auch ein Ritual machen, mit dem du am Abend den Stress und den Ärger des Arbeitstages loslässt und entspannt den Feierabend beginnst. Beobachte, welchen Einfluss das auf die Qualität deiner Freizeit hat.

Eine genaue Anleitung zu dieser Methode findest du unter anderem im Film e-motion, den ich in diesem Artikel ​beschrieben habe.


4 | Übergepäck abwerfen.

Wir sind in diesem Leben alle auf einer Reise und haben mehr oder weniger Gepäck dabei, um auf alles vorbereitet zu sein.

Wie bei längeren Urlauben kann das Gepäck im Laufe der Zeit schon mal anwachsen. Ein Souvenir hier, ein Mitbringsel da. Du kennst das. 😉

Hat alles allerdings den Nachteil, dass man auf Dauer mehr schleppen muss und langsamer vorankommt.

Wie sieht das Gepäck aus, dass du mit dir durchs Leben schleppst?

Schließe mal kurz die Augen und versuche seine Ausmaße zu fühlen.

Ist es ein Tagesrucksack, ein mittlerer Trolley oder trägst du mittlerweile schon einen Titanic-mäßigen Überseekoffer auf dem Rücken?

Spüre mal hinein, was da alles drin ist und was davon du eigentlich auf deiner weiteren Reise gar nicht mehr brauchst. Wenn du magst, mache eine Liste der Dinge, die du über Bord werfen kannst, damit du leichter vorankommst.

Wenn du abends nach der Arbeit häufig unter einem verspannten Nacken leidest, versuche das Gepäck auf deinem Rücken mal bewusst wahrzunehmen.

Welche Lasten und Verantwortungen hast du im Laufe des Tages übergeben bekommen oder freiwillig mitgenommen, die nicht in dein persönliches Gepäck gehören?

Atme tief ein und stell dir vor, du lässt den Rucksack langsam über die Schultern heruntergleiten. Wiederhole den Vorgang so lange, bis du das Gefühl hast, dass deine Schultern sich leichter anfühlen und du das Gepäck abgesetzt hast.

Auch bei dieser Übung ist es hilfreich, wenn du sie im Freien machst und danach ein paar Schritte gehst.


Diese Methoden haben alle einen spielerischen Ansatz. Probiere aus, was sich für dich am besten anfühlt. Wenn du dich weiter vorwagen und etwas tiefergehende Themen und Gefühle loslassen möchtest, kannst du das mit etwas umfassenderen Ritualen ​schaffen.

Sei neugierig und hab Spaß dabei. Und gib dir dann etwas Zeit den neuen Zustand in deinem Leben zu verankern.

Die Verhaltensforschung hat einen Zeitraum von ungefähr vier Wochen herausgefunden, den man benötigt, um altes Verhalten durch neues zu ersetzen.

Es ist ein Prozess. Solange du das, was du loslassen möchtest nicht ausreichend gesehen und akzeptiert hat, hältst du es häufig weiter fest. Augen zu und weg damit klappt deswegen in der Regel nicht.

Auch wenn du anderen die Verantwortung für deine Herausforderungen im Leben gibst, weil du meinst, sie seien schuld und müssten sich ändern oder das einsehen, steckst du fest.

Du kannst nur den Teil ändern, für den du selbst die Verantwortung übernimmst. Das heißt nicht, dass du dann Schuld bist, sondern, dass du die Macht darüber, die Situation zu verändern in deine eigene Hand nimmst und nicht jemand anderem überlässt.

Es ist wahrscheinlich einfacher als du denkst, trotz allem ist es aber ein Prozess, bei dem es auch Rückschritte geben kann.

​Mach dir deine kleinen und großen Erfolge bewusst und konzentriere dich nicht auf zwischenzeitliche Flauten.

Fang klein an. Nimm dir nicht die großen Brocken, die sich in allen Bereichen deines Lebens zeigen zuerst vor. Übe mit gut abzugrenzenden Themen und wage dich dann einen Schritt weiter vor.

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