Mit diesen einfachen Schritten kannst du deine Intuition stärken.

Dich mit der Frage zu beschäftigen, wie du deine Intuition stärken und selbstverständlicher nutzen kannst, scheint ein netter und vielleicht auch verzichtbarer Zeitvertreib zu sein. Vor allem, wenn du bedenkst, was du sonst noch so um die Ohren hast. 

Allerdings ist es auch ein sehr pragmatischer Ansatz, um dein Leben auf mehreren Ebenen zu erleichtern. 

  • Wann ist die beste Zeit, um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen? 
  • Sagt jemand die Wahrheit oder enthält er dir wichtige Informationen vor?
  • Hast du etwas Falsches gegessen oder liegt dir etwas quer im Magen?
  • Kannst du deinem Gegenüber vertrauen?

Deine 5 Sinne - sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen - sind dir aus einem bestimmten Grund gegeben worden. Sie liefern deinem Gehirn nicht nur wichtige Informationen zur weiteren Verarbeitung, sie sind auch Mitglieder deines persönlichen Beratungsteams.

Sie unterstützen dich dabei, zuverlässige Entscheidungen in kurzer Zeit treffen zu können.

Und dann ist da noch der sechste Sinn. Ob du es bemerkst und anerkennst oder nicht, auch außerhalb deiner primär körperlichen Reaktionen bekommst du noch weitere Informationen als Reaktion auf dein Umfeld. 

Du siehst etwas vor deinem inneren Auge, empfängst einen Impuls, der aus dem Nichts gekommen zu sein scheint oder weißt ganz plötzlich etwas, ohne die Quelle zu kennen.

Deine Intuition stärker einzubinden ist deshalb schlau, weise und durchaus vernünftig.

Intuition stärken

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Auf diesen Wegen kannst du deine Intuition stärken.

1 | Deinen Körper spüren

Dein Körper ist eine Antenne für die Schwingungen aus deinem Umfeld. Er kann dir Signale geben, die dich entweder bestärken oder warnen können. Je besser du mit dir selbst in Kontakt stehst und spürst, was in dir vorgeht, desto mehr wichtige Hinweise wirst du wahrscheinlich erkennen.

In der Regel haben wir uns diesen Zugang allerdings mit der Zeit immer weiter verkleinert oder ganz geschlossen, weil wir im Alltag keine Zeit oder sogar Angst haben vor dem, was wir da empfangen könnten.

Deshalb wird die innere Stimme mit der Zeit leiser und meldet sich irgendwann gar nicht mehr. Es kann sich sogar so anfühlen, als ob wir gar keine mehr hätten.

Wenn du deine Intuition stärken willst, fange damit an, dir Zeit für dich selbst und deine körperlichen Empfindungen zu nehmen.

Wie äußert sich Freude bei dir? Spürst du ein Kribbeln, wirst du aufgeregt, kannst du dich nicht mehr konzentrieren? Oder bekommst du vielleicht Schluckauf? Finde heraus, was es bei dir ist.

Welche Warnsignale sendet dir dein Körper? Bekommst du ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend, stellen sich dir die Nackenhaare auf oder spürst du einen Druck am Kopf?

Gehe offen und ohne Erwartungen an diese Signale heran. Es kann auch sein, dass es bei dir etwas komplett anderes ist. Jeder hat seine eigene Kommunikation mit seiner inneren Führung.

Finde heraus, was sich wiederholt und in welchen Situationen, um die Signale deuten zu lernen und diese Quelle langfristig in deine Einschätzungen mit einzubeziehen.

2 | Deine Gefühle und deine Energie ernst nehmen

  • Wie fühlt sich etwas für dich an?
  • Was schmeckt dir und was nicht?
  • Was macht dir Freude und was nicht?
  • Welche Beschäftigungen geben dir Energie und welche laugen dich eher aus?

Achte auf das, was deine Gefühle und deine Energie dir anzeigen. Wie sich deine Intuition beispielsweise beim Essen bemerkbar machen könnte, kannst du hier nachlesen.

Über die rein körperlichen Empfindungen hinaus, empfängst du auch noch viel feinere Impulse, die man sehr leicht überhören kann.

Herauszufinden welche das sind und wie sie sich genau äußern, kann auch deine Intuition stärken und sie weiter verfeinern.

Du erkennst die Wahrheit daran, wie es sich anfühlt.

Weißt du, wie sich ein “Nein” oder ein “Ja” deiner inneren Stimme anfühlen? Bei mir gibt es ein bestimmtes, sehr unangenehmes Gefühl, das manchmal plötzlich auftaucht, wenn ich Konflikte mit anderen Menschen austrage.

Früher dachte ich, es sei eine Verletzung oder die Erkenntnis über einen blinden Fleck in mir, den ich vorher nicht sehen wollte.

Als ich eine Freundin mal sagen hörte: Dazu bekomme ich ein ganz klares “Nein”, wurde mir klar, dass es genau das war. Weil ich nicht wusste, dass meine innere Führung mir einen Hinweis gibt, habe ich ihn falsch gedeutet.

Meine innere Stimme sendet mir mit diesem Gefühl eine Warnung, dass für mich etwas nicht stimmt. Wenn ich das anerkenne, verändert sich das Gefühl sofort, denn es hat seinen Zweck erfüllt.

Das heißt nicht, dass es keine blinden Flecken oder Verletzungen gibt, aber die fühlen sich halt anders an.   

Dinge zu tun, die nicht im Einklang mit deiner inneren Wahrheit sind, raubt dir Energie. Das führt auf Dauer dazu, dass du selbst für die Dinge, die dir Freude machen, keine Energie mehr hast.

Auf lange Sicht kann das sogar deine Lebensfreude schwächen und dann versucht man mit Essen, Shoppen oder anderen Ersatzhandlungen zu kompensieren.

Achte auf deine Grundstimmung. Bist du über längere Zeit scheinbar grundlos mies drauf, kann das ein Hinweis darauf sein, dass du deine Bedürfnisse vernachlässigst und keine positiven Impulse in dein Leben lässt. 

Dieser Nebel über deiner Stimmung lässt sich nicht durch aufgesetzte Fröhlichkeit oder bewusste Verhaltensänderung wegwedeln.

Wieder Kontakt zu deinen Gefühlen zu bekommen und deine Energiereserven bewusst zu füllen, kann nicht nur deine Intuition stärken, sondern auch deine Grundstimmung deutlich anheben.

Eine gut trainierte Intuition kann dich über den Nebel der Verwirrung heben und dir so den klaren Weg nach vorne zeigen.

3 | In kleinen Schritten lernen

So nützlich es ja ist, wenn man den Unterschied zwischen Intuition und Zweifel oder einfach nur Wunschdenken kennt, die ersten Schritte des Loslassens der Kontrolle und Vertrauens machen trotzdem Angst.

Woher weiß man, wie genau sich das anfühlt, wenn man einen Impuls bekommt?
Ist es dann nicht trotzdem riskant, dem zu folgen?

Um ehrlich zu sein: Keine Ahnung, wie sich das bei dir genau anfühlt. Das ist bei jedem Menschen leicht anders und deshalb kann man es auch nur für sich selbst durch immer wieder Hineinspüren und Überprüfen herausfinden.

Und ja, es kann auch riskant werden, wenn man die Zeichen noch nicht richtig deuten kann. Je mehr man sich aber damit beschäftigt und die Sprache der eigenen Intuition zu deuten lernt, desto besser kann man die Risiken minimieren.

Je mehr es dir gelingt, die Zeichen deiner Intuition zu verstehen und zu stärken, desto weniger Risiken gehst du ein.

Mein Tipp dazu: Nutze risikoarme Situationen, um zu testen, was passiert, wenn du einem ersten oder einem starken Impuls folgst.

Eines meiner eigenen großen Testgebiete war das Autofahren mit dem Navi.

Immer wieder habe ich mich geärgert, dass ich Empfehlungen gefolgt bin die Autobahn zu verlassen, um auf die Landstraße zu fahren oder mitten durch die Stadt zu fahren, anstatt auf der Autobahn zu bleiben.

Du ahnst es schon: Stundenlange Staus und Verzögerungen waren die Folge. 

Oft war mein erster Impuls gewesen, nicht der neu berechneten Strecke zu folgen. Ich habe es dann aber trotzdem getan, um dem Navi nicht zu widersprechen ;-).

Irgendwann habe ich angefangen zu testen, was passiert, wenn ich in mich hineinfühle, was meine innere Stimme zu den Vorschlägen des Navis sagt. Und dann beobachtet was passiert, wenn ich dieser folge anstatt der angezeigten Route.

Hast du bei solchen kleineren Entscheidungen erste Erfolgserlebnisse, gibt dir das die nötige Sicherheit, um auch bei wichtigeren Themen deine Intuition in deine Entscheidung mit einzubeziehen.

4 | Beweise sammeln und Vertrauen stärken

Zwei sehr verbreitete Eigenschaften unseres immer aktiven Geistes funken allerdings in der Regel dazwischen, wenn wir solche persönlichen Veränderungsprozesse beginnen.

  1. Wir vergessen solche Kleinigkeiten leider sehr schnell wieder.
  2. Wir erinnern uns viel besser an negative Ereignisse als an positive.

Deshalb habe ich festgestellt, dass es notwendig ist, den Verstand bei dieser Reise ebenfalls mitzunehmen und ihn das nötige “Futter” zum Abwägen und Analysieren zu liefern.

Das bedeutet, ich führe eine Liste, auf der ich alles notiere, was mir auffällt und sich in diesem Moment irgendwie bedeutsam angefühlt hat. Alles, was ich als Zeichen oder eine Art innere Stimme empfunden habe.

Bei einigen dieser Begebenheiten weiß ich schon im selben Moment, was sie zu bedeuten haben. Bei anderen war mir nur klar, dass sie wahrscheinlich irgendwie wichtig sind. 

Das können bestimmte sich wiederholende Zahlen sein oder Dinge, die ich gelesen habe. Bücher, zu denen es mich hingezogen hat oder Dinge, die andere mir gesagt haben, die für mich im richtigen Moment kamen, die für denjenigen selbst aber bedeutungslos waren.

So halte ich zum einen die Beweise dafür, dass ich meinen Gefühlen vertrauen kann fest und merke mir andere Impulse, damit ich sie später zuordnen kann oder dann rückblickend verstehe, wie sie mit meiner Situation zusammenhingen.  

Damit beweise ich mir selbst immer wieder, wie hilfreich meine Intuition ist und wie viele meiner Ahnungen und Bauchgefühle sich am Ende als Hinweise auf einen zu diesem Zeitpunkt noch nicht greifbaren Teil der Realität herausgestellt haben.

Auf diese Art kann ich nicht nur meine Intuition trainieren, sondern liefere meinem Verstand und dem inneren Kritiker genügend Indizien, mit denen sie sich ausgiebig beschäftigen können, anstatt mir ständig dazwischenzufunken.

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Jedes Mal, wenn du deiner Intuition folgst und so ein Problem löst, eine Entscheidung besser treffen oder deine Erfahrungen auf einer tieferen Ebene verstehen kannst, verstärkt das deine inneren Drähte.

Deine Intuition wird dadurch klarer und ihre Glaubwürdigkeit wächst. Wie bei allem, was du neu lernst, macht die Übung den Meister.

Selbst wenn sie uns angeboren ist, so ist das Vertrauen in sie und der selbstverständliche Einsatz etwas, was man durchaus lernen oder an das man sich wieder erinnern darf.  

Deine Intuition ist auch der Schlüssel zu deinen wahren Bedürfnissen und damit zu deinem persönlichen Glück. Denn ohne das Gefühl dafür, was du wirklich brauchst, orientierst du dich nur an äußeren Faktoren und Standards wie finanzielle Kriterien und gesellschaftlicher Status. 


So verpasst du vielleicht das Leben, das sich für dich am stimmigsten anfühlen würde.

Mit einer guten Intuition kommt mehr Fluss und Leichtigkeit ins Leben, man hat das Gefühl nicht mehr gegen, sondern mit dem Strom zu schwimmen


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