Wie du mit einer Notfallliste Heißhungerattacken vorbeugen kannst.

Den größten Teil des Tages verbringen wir im Autopilot-Modus. Das bezieht sich nicht nur aufs Essen, sondern auf fast alles was wir wiederholt und gewohnheitsmäßig tun.

Bestimmte Abläufe sind uns so vertraut, dass wir sie gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.
Ist dir das auch schon mal morgens auf dem Weg zur Arbeit passiert? Dir wurde plötzlich bewusst, dass du schon ein ganzes Stück mehr Strecke zurückgelegt hattest als du mitbekommen hast. Genau das ist der Autopilot-Modus.

Das kann auch beim Essen passieren - Heißhungerattacken passieren getreu dem Motto: Woher kommt denn die leere Chipstüte da vor mir? Warum sind denn die Kekse, die ich gekauft hatte, nicht mehr im Schrank? Das ist dann schon relativ weit weg von bewusstem und genussvollem Essen. Je öfter man mal bewusst innehält und sich fragt, was man da eigentlich macht und warum, desto weniger Chancen gibt man den Automatismen.

Dein Heisshunger-Selbsttest

Das beste was du tun kannst, um dich aktiv ins Geschehen einzubringen ist:

1. Dich selbst beobachten
2. Dir bewusst machen, warum du gerade isst
3. Langsam und achtsam essen

Wenn dein Unterbewusstsein das Programm, das dich an den Kühlschrank treibt, erst einmal gestartet hat, ist es schwer einzugreifen. Mit ein bisschen Übung kann es aber durchaus gelingen die eigene Reaktion auf Heißhungerattacken und den Schlüsselreiz nicht nur zu verzögern, sondern sogar umzuleiten.

Man trainiert den Pawlowschen Hund in sich einfach um. Also statt Speichelfluss, weil man das Futter erwartet, freut man sich auf eine Alternative, die die Stimmung verwandelt.

So kannst du langfristig dein Unterbewusstsein darauf trainieren Glücksgefühle ohne Essen zu erzeugen und Ausgleich für negative Stimmungen zu schaffen.

Wie du mit einer Notfallliste Heisshunger vorbeugen kannst

Mit einer Notfallliste kannst du, wenn das Muster bereits angesprungen ist und du den Impuls verspürst ein Gefühl mit Essen herunterzuschlucken oder dir eine Ersatzbefriedigung zu verschaffen, den Automatismus durchbrechen.

Du suchst dir sofort eine Beschäftigung heraus, die dich ablenkt und in der akuten Stresssituation für positive Stimmung sorgt.

Warum muss man diese Liste schon im Voraus erstellen? Weil du, wenn das entsprechende Programm erst mal angesprungen ist, nicht mehr klar denken kannst und dein Unterbewusstsein die Suche nach einer Alternative boykottiert. Dir fällt dann einfach nichts Passendes mehr ein. Wenn du jetzt noch keine Idee hast, was auf deiner eigenen Notfallliste stehen könnte, schau dir das Video an und lass dich inspirieren.

Leg dir dann deine eigene Liste mit Dingen an, die dich in eine gute Stimmung bringen. Vielleicht ist es bei dir ja das Lackieren der Fingernägel in einer tollen neuen Farbe. Dabei ist es besonders schwer sich etwas zu essen zu machen. Das kann ich dir garantieren ;-).

Du könntest auch endlich die Collage aus den schönsten Urlaubsbildern des Sommers machen. Vielleicht hast du spontan Lust ins Kino zu gehen und diesen Kitschfilm anzusehen, den sonst keiner sehen will.

Du könntest den Balkon neu gestalten. Das schöne Notizbuch, dass noch im Schrank liegt herausholen und endlich das Tagebuch beginnen oder einfach nur mal alles von der Seele schreiben.

Alles was du unternimmst, um aus den unbewussten Abläufen auszusteigen, bringt den Fokus wieder auf die Dinge, die dir am Herzen liegen.

Wenn du dir die Liste ansiehst, wirst du bemerken, dass sie eine Auflistung der Punkte in deinem Leben ist, die deine Seele nähren, dich aufladen und dir neue Kraft geben.

​Nervt dich der Heißhunger? Hat dir der Tipp mit der Liste weiter geholfen? Was steht auf deiner persönlichen Notfallliste? Ich freue mich über deine Anregungen in den Kommentaren.

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